LeBron Raymone James Sr.
(Geboren 30. Dezember 1984 in Akron, Ohio) ist ein US-amerikanischer Basketballspieler, der seit der Saison 2018/19 bei den Los Angeles Lakers in der nordamerikanischen Profiliga NBA spielt. Von 2010 bis 2014 war er für die Miami Heat aktiv. Für sein erstes Team, die Cleveland Cavaliers, stand er von 2003 bis 2010, sowie von 2014 bis 2018 unter Vertrag. James ist 2,06 Meter groß und läuft meist als Small Forward auf, übernimmt dabei in der Regel aber auch die Aufgaben eines klassischen Point Guards, ein „Point Forward“. In Anspielung auf frühere englische Könige wird er „King James“ genannt. James gilt als einer der herausragendsten Athleten des Basketballsports.
Das erste Jahr
Wenig überraschend war seine Entscheidung, die College-Ausbildung zu überspringen und sich stattdessen direkt für den NBA-Draft anzumelden. Sein Heimatteam, die Cleveland Cavaliers, holte ihn mit der ersten Wahl des NBA-Drafts 2003. In seinem ersten Spiel in der National Basketball Association erzielte James gegen die Sacramento Kings 25 Punkte, 9 Assists, 6 Rebounds und 4 Steals. Am 27. März 2004 erzielte er im Spiel gegen die New Jersey Nets 41 Punkte und wurde damit der jüngste Spieler in der Geschichte der NBA, der die 40-Punkte-Marke knacken konnte. Das vormalige Kellerkind der Liga führte James in seiner ersten Saison beinahe in die Play-offs, und er wurde für diese Leistung als bester Neuling der NBA (Rookie of the Year) geehrt. Als einer von fünf Rookies der NBA-Geschichte schaffte er einen Schnitt von über 20 Punkten, 5 Rebounds und 5 Assists pro Spiel (die anderen waren Oscar Robertson, Michael Jordan, Tyreke Evans und Luka Dončić).
2007–2008
James bei seinem Ritual vor Spielbeginn, bei dem er Kreide in die Luft wirft (März 2008) In der NBA-Saison 2007/08 erreichte er am 27. Februar 2008 im Alter von 23 Jahren und 59 Tagen als jüngster Spieler aller Zeiten in der NBA mehr als 10.000 Punkte[17] und schloss die Saison als Spieler mit den meisten Punkten pro Spiel (30,0) ab. Außerdem wurde er abermals zum MVP des NBA All-Star Games ernannt; in diesem Spiel schaffte er fast ein Triple-Double. LeBron James erzielte in der gesamten regulären Saison sieben Triple-Doubles, was sowohl einen neuen persönlichen Rekord als auch einen Franchise-Rekord darstellte.Am 5. März 2008 konnte James im Spiel gegen die New York Knicks als dritter Spieler seit der ABA-NBA-Fusion 50 Punkte und 10 Assists in einem Spiel für sich verbuchen.[18] Einige Tage später, am 21. März 2008, überbot James den von Brad Daugherty aufgestellten Franchise-Rekord von 10.389 Punkten und wurde damit der Spieler mit den meisten Punkten in der Geschichte der Cleveland Cavaliers.[19]
Die Cleveland Cavaliers beendeten die Saison mit 45 Siegen und 37 Niederlagen und wurden diesmal das viertbeste Team in der Eastern Conference. In der ersten Runde der Play-offs mussten sie erneut gegen die Washington Wizards antreten und zogen nach sechs Spielen siegreich in die zweite Runde ein. In diesem Jahr reichte es nicht fĂĽr die Conference Finals, da sie sich den Boston Celtics in sieben Spielen geschlagen geben mussten. LeBron erzielte in diesem entscheidenden Spiel 45 Punkte, doch es reichte nicht fĂĽr den Mannschaftssieg.[20]
In den NBA-Play-offs konnten sich die Cavaliers in der ersten Runde gegen die Chicago Bulls durchsetzen, doch mussten sich bereits in der zweiten Runde den Boston Celtics geschlagen geben. Im fünften Spiel der Serie, das auch James’ vorerst letztes Heimspiel in Cleveland werden sollte, verloren die Cavaliers mit 32 Punkten Unterschied – die höchste Heimniederlage in der Geschichte des Teams.[25]
2010–2011
James bei einem Dunk gegen die Washington Wizards (März 2011) Am 9. Juli 2010 gab James seinen Wechsel zu den Miami Heat bekannt.[26] Dort bildete er mit zwei weiteren Top-5-Picks des NBA-Drafts 2003, Dwyane Wade und Chris Bosh, der wie James per Sign-and-Trade-Deal zu den Heat wechselte, die sogenannten „Big Three“ (analog zu dem Team um Paul Pierce, Kevin Garnett und Ray Allen in Boston). James begründete seinen Wechsel damit, dass Gewinnen das einzige für ihn wäre, was zählen würde, und er in Miami die besten Chancen sehe, die Meisterschaft zu holen.
Am 9. November 2010 erzielte LeBron James mit 20 Punkten, 14 Assists und 11 Rebounds im Spiel gegen die Utah Jazz sein erstes Triple-Double im Trikot der Heat.[27] Am 17. Dezember 2010 konnte er sein zweites Triple-Double der Saison in einem Spiel gegen die New York Knicks für sich verbuchen: 32 Punkte, 11 Rebounds und 10 Assists.[28] Am 3. Februar 2011 erzielte James in einem Heimspiel gegen die Orlando Magic 51 Punkte und verzeichnete zusätzlich 11 Rebounds und 8 Assists. Kein Spieler konnte in der Saison 2010/11 mehr Punkte in einem Spiel erzielen.[29] Er wurde auch in dieser Saison erneut zum All-Star Game eingeladen und erzielte mit 29 Punkten, 12 Rebounds und 10 Assists nach Michael Jordan[30] das erst zweite Triple-Double in der Geschichte der All-Star Games.[31] In den Playoffs 2011 schien für die Miami Heat alles nach Plan zu laufen. Miami konnte sowohl gegen die Boston Celtics als auch gegen die Chicago Bulls um Derrick Rose mit 4:1 Spielen gewinnen und in die NBA Finals 2011 einziehen. In den Finals trafen James und die Heat dann in einer Neuauflage der NBA-Finals 2006 auf die Dallas Mavericks um den deutschen Superstar Dirk Nowitzki, denen sie mit 2:4 unterlagen.
2011–2012
Motiviert durch die Niederlage in den NBA Finals der letzten Saison gegen die Dallas Mavericks, beschloss James, an seinem Spiel unter dem Korb zu arbeiten, und trainierte hierfür u. a. mit Hakeem Olajuwon.[32] Bedingt durch den Lock-Out begann die Saison 2011/12 erst am 25. Dezember 2011 und umfasste nur 66 Spiele pro Team. Die Miami Heat starteten mit einem Vereinsrekord von 16 Siegen in den ersten 21 Partien in die verkürzte Saison. Im Rahmen des All-Star Games 2012 erzielte James 36 Punkte und stellte mit sechs erzielten Dreipunktewürfen den Rekord für die meisten Treffer von hinter der Dreipunktelinie in einem NBA All-Star Game ein. Am Ende der Saison wurde er dank seiner 27,1 Punkte (53 % Wurfquote), 7,9 Rebounds, 6,2 Assists und 1,9 Steals pro Spiel zum dritten Mal als wertvollster Spieler der regulären Saison ausgezeichnet.Als zweitbestes Team im Osten setzte sich die Heat in der ersten Runde gegen die New York Knicks, in der zweiten Runde gegen die Indiana Pacers und in den Conference Finals gegen die Boston Celtics durch. In den NBA Finals 2012, die bereits die dritte Finalteilnahme James’ waren, besiegten die Heat die Oklahoma City Thunder in fünf Spielen, wobei nur das erste Spiel der Serie verloren ging. James holte seine erste NBA-Meisterschaft und wurde dank seiner 28,6 Punkte, 10,2 Rebounds und 7,4 Assists in der Finalrunde zum MVP der NBA Finals gewählt.
2014–2015
James bei seiner Rückkehr nach Cleveland (November 2014) Mittels einer Ausstiegsklausel löste James nach Ablauf der Saison seinen ursprünglich bis 2016 gültigen Vertrag mit Miami Heat auf. Dies begründete er damit, dass er seine Möglichkeiten bei anderen Vereinen testen wolle. Am 10. Juli 2014 gab er seine Entscheidung bekannt, zurück nach Cleveland zu wechseln, um im Trikot der Cavaliers den NBA-Titel nach Ohio zu holen, was ihm bei seinem Wechsel 2010 noch nicht gelungen war.[36] Am 12. Juli unterzeichnete James bei den Cavaliers einen Zweijahresvertrag im Wert von 42,1 Millionen US-Dollar. Der Vertrag beinhaltete eine Ausstiegsklausel nach einem Jahr.[37]Cleveland verstärkte sich nach James’ Rückkehr mit All-Star Kevin Love von den Minnesota Timberwolves. Gemeinsam mit Kyrie Irving und Love bildete James ein neues, starkes Trio. Mit James erreichten die Cavaliers die zweite Platzierung in der Eastern Conference. Mit 25,3 Punkten, 6,0 Rebounds und 7,3 Assists hatte er maßgeblichen Anteil an der ersten Play-off-Qualifikation der Cavs nach fünf Jahren. Bei der Wahl zum MVP landete James hinter Stephen Curry und James Harden auf dem dritten Platz.
Nach Siegen in den Play-off-Serien gegen die Boston Celtics, Chicago Bulls und Atlanta Hawks erreichte James zum fĂĽnften Mal in Folge die NBA Finals, wo Cleveland auf die Golden State Warriors traf.[38] Die Finalserie wurde mit 2:4 verloren, was fĂĽr James die vierte Niederlage in den Finals darstellte. Obwohl James seine Quoten in der Finalserie noch einmal deutlich verbessern konnte und dort im Schnitt auf 35,8 Punkte, 13,3 Rebounds und 8,8 Assists kam, womit er in jeder dieser drei Kategorien als bester Spieler der NBA Finals 2015 hervorging, konnte er die Niederlage gegen Golden State nicht abwenden.[39]
2015–2016
In der Saison 2015/16 erzielte James in der zwölften Saison in Folge einen Durchschnitt von mindestens 25 Punkten pro Spiel (25,3), was einen neuen Rekord darstellte.Hier KlickenZwei weiteren Spielern gelang das elfmal in Folge: Jerry West (1961/62 bis 1971/72) und Karl Malone (1987/88 bis 1997/98). Mit den Cavaliers errang James erneut den ersten Platz in der Eastern Conference, womit man sich den Heimvorteil in den Play-offs sicherte. Er marschierte mit seinen Cavaliers durch die Play-offs und zog in die NBA Finals 2016 ein, wo der Gegner erneut die Golden State Warriors waren. Nachdem die Cavs in der Finalserie bereits mit 1:3 zurückgelegen hatten, gelang es ihnen, die letzten drei Spiele der Serie zu gewinnen und am 20. Juni 2016 in Oakland mit 4:3 die Finals für sich zu entscheiden. Dabei erzielte James im siebten Spiel ein Triple-Double. Zum ersten Mal in der Geschichte der Franchise konnten die Cleveland Cavaliers die NBA-Meisterschaft gewinnen, was gleichzeitig die erste Meisterschaft einer professionellen Sportmannschaft aus Cleveland seit 1964 darstellte. Zudem wurde James, der sich in der sechsten Finalteilnahme in Folge seinen dritten NBA-Titel sicherte, zum wertvollsten Spieler der Finals gekürt.[40]
2016–2017
Beim 102:101-Sieg seiner Cleveland Cavaliers über die Philadelphia 76ers schaffte es James mit 25 Punkten, auf Platz 10 der ewigen NBA-Scorerliste zu gelangen (26.970)[41] und überholte damit Hakeem Olajuwon (26.946). Beim Spiel gegen die New York Knicks am 5. Februar 2017 erzielte er 32 Punkte und erreichte damit 28.020 Punkte insgesamt, was ihn zum jüngsten Spieler macht, der die 28.000-Punktemarke je übertroffen hat.[42] Mit den Cavaliers erreichte LeBron den zweiten Platz in der Eastern Conference. Im entscheidenden fünften Conferencefinalspiel gegen die Boston Celtics erzielte James 36 Punkte und überholte damit Michael Jordan als bisherigen Rekordkorbschützen der Playoffgeschichte.[43] Die Cavaliers gewannen das Spiel und zogen das dritte Mal in Folge in das NBA-Finale ein, wo man wie in den beiden Vorjahren auf die Golden State Warriors traf. Für James war das der siebte Finaleinzug in Folge. Die Warriors, dieses Mal verstärkt durch Kevin Durant, gewannen die Serie mit 4:1.
2017–2018
Beim 107:102-Sieg gegen die New Orleans Pelicans am 30. März 2018 erzielte er im 867. Spiel in Folge eine zweistellige Punktzahl und übertraf damit den langjährigen Rekord von Michael Jordan.[44] Am 24. Mai wurde James’ zwölfte und einstimmige Wahl in das All-NBA First Team bekannt gegeben. Niemand wurde bis dato häufiger in die Startformation berufen.[45] James verlor die Finals mit 4:0 gegen den jahrelangen Finalgegner Golden State Warriors. Als Free Agent gab er darauf folgend im Juli 2018 seinen Wechsel zu den Los Angeles Lakers bekannt.
2019–2020
Bei der Auswärtsniederlage am 25. Januar 2020 gegen die Philadelphia 76ers (91:108) erzielte James 29 Punkte. Mit insgesamt 33.655 Punkten überholte er Kobe Bryant (33.643) am Abend vor dessen Tod in der Liste der erfolgreichsten Korbschützen der NBA und liegt nun auf dem dritten Platz hinter Kareem Abdul-Jabbar (38.387) und Karl Malone (36.928).[46] Nach der Unterbrechung der Saison aufgrund Covid-19-Pandemie fanden die letzten Spiele der regulären Spielzeit und die Playoffs in der sogenannte Bubble in Orlando statt. Dort setzten sich James und seine Lakers gegen die Portland Trail Blazers, die Houston Rockets und die Denver Nuggets jeweils mit 4:1 Spielen durch und zogen in die NBA-Finals ein. Gegen die ersatzgeschwächten Miami Heat konnten sich die Lakers mit 4:2 Spielen durchsetzen und sich die Meisterschaft sichern. James wurde zum besten Spieler der Finalserie gekürt und ist der erste Spieler, der mit drei verschiedenen Teams den Titel gewann und jeweils als bester Spieler der Finalserie ausgezeichnet wurde.[47]Erfolge und Auszeichnungen
4 mal NBA MVP: 2009, 2010, 2012, 2013