Sozialverhalten und Territorialverhalten
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Kattas leben gemeinschaftlich von durchschnittlich 13 bis 15 Tieren, die GruppengröĂe kann gewiss von 6 bis manchmal ĂŒber 30 Tieren variieren. Die Klassen setzen sich aus schĂ€tzungsweise ebenfalls vielen MĂ€nnchen und Weibchen ebenso den Jungtieren vereint. Die VerbĂ€nden zeigen eine deutliche Weibchendominanz und sind matrilinear organisiert â da die weiblichen Tiere nahezu immerwĂ€hrend in ihrer Geburtsgruppe verbleiben, bildet eine Angehörige in der NĂ€he verwandter Weibchen den Kern einer Gruppe. AngefĂŒhrt wird sie von einem gesammelten Weibchen, das die Bewegungsrichtung bestimmt und auf das sich die sozialen Interaktionen fokussieren. Gleichfalls die verbleibenden Weibchen etablieren eine Rangordnung, die RĂ€nge sind nicht erblich, und die MĂŒtter helfen ihre Töchter nicht wĂ€hrend KĂ€mpfen um einen verfeinerteren Platz in der Hierarchie. In gröĂeren VerbĂ€nden können sich eine Anzahl von weibliche FamilienverbĂ€nde befinden; hierbei interagieren die Weibchen mit Hilfe rĂ€umliche NĂ€he oder gegenseitige Fellpflege klar mehr mit ihren Verwandten, binnen sie nicht verbundenen Weibchen aggressiver begegnen.
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Ausgewachsene Weibchen sind gegenĂŒber den MĂ€nnchen der Gruppe weitestgehend allzeit dominant, sie setzen jene Hierarchie gleichwohl mit Verfolgungsjagden, Hieben und Bissen anhand. Die MĂ€nnchen mĂŒssen im Gegensatz zu den Weibchen ihre Geburtsgruppe verlassen. Sie etablieren ebenso eine Rangordnung; wichtigste Methode wĂ€hrenddessen sind die âStinkkĂ€mpfeâ. In dem Zusammenhang trĂ€nken sie ihre geringelten SchwĂ€nze mit dem Sekret ihrer ArmdrĂŒsen und wedeln jene danach in Richtung ihrer Konkurrenten. Ăblicherweise existieren ein bis drei höher gestellte und nicht wenige untergeordnete MĂ€nnchen. Der Rang der MĂ€nnchen hĂ€ngt gleichwohl vom Alter ab, die höher gestellten MĂ€nnchen sind vorwiegend nebst 6 und neun Jahre alt, also in der âBlĂŒte ihres Lebensâ. Bei den untergeordneten MĂ€nnchen handelt es sich vorwiegend um jĂŒngere oder alte Tiere oder um solcherlei, die eben erst zur Gruppe gestoĂen sind. Der Rang der MĂ€nnchen wird gleichfalls wĂ€hrend der Marschordnung sichtbar, die hochrangigsten Weibchen, die Jungtiere und die höher gestellten MĂ€nnchen befinden sich an der Spitze, innerhalb die untergeordneten MĂ€nnchen im Nachgang gehen mĂŒssen. Beim Account zu Nahrungsressourcen kommt genauso die Hierarchie zum Tragen; die niederrangigeren MĂ€nnchen werden im Zuge alledem im wahrsten Sinn des Wortes an den Rand gedrĂ€ngt. Höher gestellte MĂ€nnchen genieĂen folglich die TrĂŒmpfe, ausgereifteren Account zu Nahrungsquellen zu haben, seltener von RĂ€ubern angegriffen zu werden und mehr mit den Weibchen zu interagieren, was ĂŒberwiegend in der Paarungszeit von Bedeutung ist.
Junge MĂ€nnchen verlassen ihre Geburtsgruppe mit drei bis fĂŒnf Jahren, dabei schlieĂen sie sich hĂ€ufig zu zweit oder dritt zusammen und versuchen gemeinsam, Anschluss an eine Gruppe zu finden. Es dauert Monate, bis ein Tier zu einer Gruppe zugehörig wird, in dieser Zeit wird es hĂ€ufig von MĂ€nnchen und Weibchen verjagt. Junge MĂ€nnchen wechseln im Schnitt alle 1,4 Jahre die Gruppe, MĂ€nnchen im besten Alter durchschnittlich nur alle 3,5 Jahre. SĂ€mtliche solche Gruppenwechsel fallen in die Monate Dezember bis Mai, die meisten davon in die Fortpflanzungszeit im April.
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Wenn eine Gruppe zu groĂ wird, teilt sie sich auf, dies erfolgt im Zuge einer GröĂe von 15 bis 25 Tieren respektive 8 bis 10 Weibchen. Bei alledem verjagen die Teilnehmer der dominanten Weibchenfamilie die restlichen Weibchen, die dann eine eigene Gruppe aufbauen oder sich in seltenen FĂ€llen einer zusĂ€tzlichen Gruppe anschlieĂen. Solche neugeformten Klassen haben anfangs wenig Teilnehmer, was einen Nachteil darstellt, da sie von gröĂeren Klassen etliche Male von Futterquellen vertrieben werden.
Kattas sind nicht streng territorial, haben dennoch bevorzugte Streifgebiete. Deren GröĂe schwankt nach Lebensraum und Jahreszeit und umfasst des Ăfteren inmitten sechs und 30 Hektar. In feuchteren Areale und in der Regenzeit sind die Streifgebiete wegen des verfeinerteren Nahrungsangebotes kleiner, in trockenen Habitaten und im Zuge der Trockenzeit gröĂer. Eine Gruppe legt tĂ€glich kugelförmig 1000 Meter zurĂŒck, sie verwendet den gleichen Teil ihres Streifgebietes fĂŒr drei oder vier Tage, bevor sie zu einem sonstigen Teil ĂŒberwechselt.
Die bevorzugten Streifgebiete werden mit DrĂŒsensekreten markiert, die Weibchen verwenden unterdessen ihre PerianaldrĂŒsen, die MĂ€nnchen ritzen mit ihren stacheligen HandgelenksdrĂŒsen BĂ€umchen und Ăste an und hinterlassen auf diese Weise ihre Duftspuren. Die Territorien mehrerer VerbĂ€nden können sich groĂflĂ€chig ĂŒberlappen, im Zuge Begegnungen zweier VerbĂ€nden ĂŒbernehmen die Weibchen die Verteidigung. Bei alldem starren sie sich fĂŒrs Erste intensiv an, es kann trotzdem ebenso zu gegenseitigem Anspringen, zu SchlĂ€gen oder Bissen kommen. Manchmal eskalieren ebendiese Treffen und enden mit schweren Verletzungen oder dem Tod eines Tieres. Nach einer Begegnung ziehen sich beide VerbĂ€nden in der Regel in die Mitte ihres Streifgebietes zurĂŒck.