🢀Medienkompetenz Kurs Kl. 9 Deneaux 2021🢂

Inhaltsverzeichnis

Lebensweise

Aktivitätszeiten und Fortbewegung

Kattas sind im Gegensatz zu den mehrheitlichen zusätzlichen Lemuren überwiegend tagaktiv. In der Nacht schlafen sie auf Bäumen, die Population im Gebirge genauso in Höhlen, oft kuscheln sich die Tiere während alldem aneinander. Zwischen 5:30 und 8:30 Uhr werden sie aktiv, klettern auf den Boden und nehmen einstweilen größtenteils ein Sonnenbad, besonders binnen kühlerem Wetter. In diesem Fall nehmen sie eine typische, auffällige Sitzhaltung ein. Mit aufrechtem Oberkörper, gespreizten Beinen und auf die Oberschenkel gestützten Armen setzen sie ihre Unterseite dem Sonnenlicht aus. Es folgt eine aktive Phase der Fortbewegung und der Nahrungsaufnahme, um die Mittagszeit halten sie eine Rast, die innerhalb großer Hitze bis zu vier Stunden dauern kann. Nach einer zusätzlichen Aktivitätsphase am Nachmittag suchen sie approximativ inmitten 18:30 und 19:30 Uhr ihre Schlafplätze auf. Gleichfalls in der Nacht sind sie manchmal aktiv und fressen oder pflegen sich das Fell, währenddessen wechseln sie durchaus nicht den Schlafbaum.

Kattas verbringen von allen lebenden Lemuren mit durchschnittlich ein drittel die meiste Zeit am Boden – allein ausgestorbene Riesenlemuren wie Archaeoindris waren wahrscheinlich dauerhaft bodenbewohnend. Am Boden bewegen sie sich auf allen vieren fort, wodurch sie den Schwanz in die Höhe halten; der oberste Teil wird nach hinten gebogen, womit er knapp die Beschaffenheit eines Fragezeichens annimmt. Ebenso in den Bäumen klettern sie mit allen vier Gliedmaßen und können Distanzen springend zurücklegen. Der lange Schwanz dient ihnen unterdessen zur Balance.

Nahrung

Kattas ernähren sich nicht selten von Früchten, die Zusammensetzung der Nahrung schwankt trotz alledem je nach Lebensraum und Jahreszeit stark. So nehmen sie genauso zusätzliche Pflanzenteile wie Blätter, Blüten, Knospen und Borken zu sich, selten jagen sie Kleintiere wie Spinnen, Insekten wie Zikaden und Heuschrecken wie gleichwohl marginale Wirbeltiere wie Chamäleons und Vögel.

In der Regenzeit, die geschätzt von Oktober bis April dauert, sind Früchte und übrige Pflanzenteile viel erhältlich, das Angebot an Früchten ist von Oktober bis November und von März bis April am höchsten. In der Trockenzeit ist die Nahrungssuche schwieriger, außerordentlich die trockensten Monate Juni und Juli stellen Herausforderungen dar, in denen die Tiere gleichermaßen auf reife, trockene Blätter zurückgreifen müssen. Eine der essentiellsten Nahrungsquellen stellt der Tamarindenbaum dar, der mancherorts bis zu die Hälfte der Nahrung der Kattas ausmacht.

In trockenen Bereiche können sie ihren Wasserbedarf mit sukkulenten Pflanzen wie Aloen oder den eingeführten Opuntien wie ebenso mit Tau, der sich in Spalten sammelt, decken.